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1. Tag Den ganzen Vormittag haben wir in der näheren und weiteren Umgebung der Voi Safari Lodge gesucht. Ab ca. 10:00 Uhr sind die Chancen gering Löwen zu entdecken, da sie den Schatten aufsuchen, dösen und schlafen. Eigentlich entdecken wir das Rudel per Zufall. Nach dem Lunch in der Voi Safari Lodge, die unser Quartier für die nächste Woche ist, sucht John mit seinem Riesenfernglas den Busch ab - und entdeckt das Rudel in einem Buschdreieck vor der “Pipeline-Piste”. Wir beschliessen um 15:00 Uhr zum Rudel zu fahren. Vorher sprechen wir noch beim Senior Game Warden vor. Obwohl die Büsche niedrig und auseinander stehen, sind die Löwen von den Pisten aus nicht zu entdecken. Johns Augen entgeht nichts. Eine Ohrenspitze über dem Gras, nicht windgerechte Bewegungen in den Büschen - er findet sie relativ schnell. Trotz angestrengtem Suchen, Uli und ich sehen sie nicht. Das Rudel hat sich verstreut. Zwei bis fünf Tiere haben jeweils den dünnen Schatten der trockenen mannshohen Büsche aufgesucht. Alle Tiere machen einen gesunden Eindruck und sind in guter Verfassung. Indikator für den Zustand eines Rudels sind die Jungtiere. Sie sind die letzten die von der Beute fressen dürfen. Vorsichtig nähern wir uns der ersten Gruppe von fünf Löwinnen. Dort wo die Büsche ein wenig Schatten spenden liegen weitere Löwengruppen. Das Rudel besteht aus neunzehn Tieren, die sich in einem Radius von knapp fünfzig Metern verstreut haben. An den runden Bäuchen aller ist deutlich zu erkennen, dass sie gestern oder vorgestern einen Büffel erlegt haben müssen. Dann geben sich die Löwen erst einmal der „stillen Freude der Verdauung“ hin. Von vierundzwanzig Stunden können Löwen durchaus achtzehn schlafend oder dösend verbringen.
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